Die Physik erklärt: Die Effizienz von synthetischen Kraftstoffen (E-Fuels, Wasserstoff)

Synthetische Kraftstoffe: Sind sie klimaneutral?

E-Fuels gelten als Hoffnungsträger für eine klimaneutrale Zukunft – insbesondere dort, wo direkte Elektrifizierung schwierig ist. Sie können aus erneuerbaren Energien hergestellt werden und sie nutzen bestehende Infrastruktur, was die Umstellungskosten des Gesamtsystems senkt

Doch jenseits von Anwendungsszenarien und Diskussionen stellt sich eine grundlegende Frage: Wie effizient sind E-Fuels aus physikalischer Sicht wirklich?

Die Antwort darauf findet sich in den Naturgesetzen der Thermodynamik wieder. Jede Umwandlung von Energie ist mit Verlusten verbunden – besonders dann, wenn elektrischer Strom mehrfach umgewandelt, gespeichert und schließlich wieder in Bewegung oder Wärme überführt wird. Genau dieser Umwandlungspfad steht bei E-Fuels im Mittelpunkt der Effizienzbetrachtung.

In diesem Artikel wird Schritt für Schritt erklärt, wie E-Fuels hergestellt werden, welche Energieverluste entlang der Prozesskette entstehen und warum der Wirkungsgrad eine zentrale Rolle bei der Bewertung ihres Einsatzes spielt. Ziel ist eine physikalisch fundierte Einordnung, die verständlich zeigt, was bei der Nutzung von E-Fuels energetisch tatsächlich passiert.

Was sind E-Fuels? Definition, Herstellung und Einsatzbereiche

E-Fuels (elektrische Kraftstoffe) sind synthetische, flüssige oder gasförmige Energieträger, die mithilfe von elektrischem Strom aus erneuerbaren Quellen hergestellt werden. Ausgangspunkt ist in der Regel Wasser, das per Elektrolyse in Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten wird. Der erzeugte Wasserstoff wird anschließend mit CO₂ – beispielsweise aus industriellen Abgasen oder der Umgebungsluft – zu synthetischen Kraftstoffen wie E-Methan, E-Methanol oder synthetischem Diesel und Kerosin weiterverarbeitet.

Charakteristisch für E-Fuels ist, dass sie chemisch gespeicherte Energie enthalten und sich ähnlich wie fossile Kraftstoffe lagern, transportieren und nutzen lassen. Dadurch können sie in bestehenden Verbrennungsmotoren, Turbinen oder Heizsystemen eingesetzt werden, ohne die Infrastruktur grundlegend zu verändern. Typische Einsatzbereiche sind der Luft- und Schiffsverkehr, bestimmte industrielle Anwendungen sowie bestehende Fahrzeugflotten, bei denen eine direkte Elektrifizierung technisch schwierig ist.

Physikalisch betrachtet stellen E-Fuels jedoch keinen primären Energieträger dar, sondern ein Energieumwandlungsprodukt, bei dem elektrischer Strom über mehrere Prozessschritte in chemische Energie überführt wird – ein Aspekt, der für die Effizienzbewertung eine zentrale Rolle spielt.

Der Energiepfad von E-Fuels: hergestellt aus Strom zu flüssigem Kraftstoff

Der Energiepfad von E-Fuels beginnt mit elektrischem Strom, idealerweise aus erneuerbaren Energiequellen. Dieser Strom wird zunächst in der Elektrolyse eingesetzt, um Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zu spalten. Bereits in diesem ersten Schritt treten Umwandlungsverluste auf, da ein Teil der eingesetzten elektrischen Energie als Wärme verloren geht.

Im nächsten Schritt wird der erzeugte Wasserstoff mit CO₂ in einer Syntheseanlage weiterverarbeitet. Auch diese Prozesse sind energieintensiv und mit weiteren Wirkungsgradverlusten verbunden. Das Ergebnis sind flüssige oder gasförmige synthetische Kraftstoffe.

Anschließend folgen Aufbereitung, Speicherung und Transport der E-Fuels. Diese Schritte verursachen zusätzliche Energieverluste, etwa durch Verdichtung, Kühlung oder Logistik. Wird der Kraftstoff schließlich genutzt – zum Beispiel in einem Verbrennungsmotor oder einer Heizungsanlage –, erfolgt eine erneute Umwandlung von chemischer Energie in mechanische Arbeit, wiederum mit begrenztem Wirkungsgrad.

Der Energiepfad von E-Fuels ist somit geprägt von mehreren aufeinanderfolgenden Umwandlungsstufen: von Strom zu Wasserstoff, von Wasserstoff zu synthetischem Kraftstoff und schließlich zu nutzbarer Energie. Aus physikalischer Sicht ist genau diese Kette entscheidend für die Effizienzbewertung, da jede Umwandlung zwangsläufig mit Energieverlusten einhergeht.

Elektrolyse, Synthese, Verbrennung: Wo entstehen die größten Verluste?

Die energetischen Verluste entlang der Wertschöpfungskette von in der Herstellung von E-Fuels sind ein zentrales Thema bei der Effizienzbewertung. Schon bei der Herstellung des Wasserstoffs durch Elektrolyse gehen erhebliche Teile der eingesetzten elektrischen Energie verloren: Typische elektrolytische Systeme erreichen Wirkungsgrade von etwa 60–70 %, was bedeutet, dass 30% oder mehr der elektrischen Energie als Abwärme verloren gehen .

Im nächsten Schritt – der Synthetisierung des Wasserstoffs mit CO₂ zu flüssigen Kraftstoffen – gehen zusätzlich große Energiemengen verloren. Studien gehen davon aus, dass der Wirkungsgrad der Fischer-Tropsch-Synthese oder vergleichbarer Power-to-Liquid-Prozesse häufig ebenfalls nur im Bereich von 60–70% liegt.

Kumuliert man die Verluste der Elektrolyse und der Synthese, bleibt oft nur ein relativ kleiner Teil der ursprünglich eingesetzten elektrischen Energie als chemisch gespeicherte Kraftstoffenergie übrig. Schätzungen gehen davon aus, dass nach diesen Prozessstufen weniger als die Hälfte der Energie noch im synthetischen Kraftstoff steckt (etwa 44 %).  

Je nach Anwendungsbereich der E-Fuels kommen noch weitere, teils deutliche Effizienzminderungen ins Spiel. Etwa die Verbrennungsverluste im Verbrennungsmotor: Modernere Otto- oder Dieselmotoren erreichen trotz technischer Optimierungen meist nur 30 % Wirkungsgrad.

In der Summe heißt das: Die Energie, die am Ende als mechanische Leistung im Fahrzeug oder in einer Maschine zur Verfügung steht, ist oft nur ein kleiner Bruchteil des ursprünglichen Strominputs. Im Mittel sind dies nur 15 % des initialen erneuerbaren Stroms

Der Wirkungsgrad von E-Fuels versus E-Autos

Im Gegensatz dazu bleibt bei der direkten Elektrifizierung – zum Beispiel bei batterieelektrischen Fahrzeugen – ein Großteil der elektrischen Energie im System erhalten: Effizienzbetrachtungen beziffern den Wirkungsgrad von Elektroautos häufig mit 70–80 %, da Laden, Speicherung und Motorbetrieb deutlich weniger Umwandlungsverluste aufweisen als die E-Fuel-Kette. Hier sind etwa die Verteilungsverluste im Stromnetz, die Effizienz der Batterie und des Elektromotors zu nennen.

Gleiches gilt auch für den Vergleich des Betriebs von Heizungen, die auf E-Fuel-Verbrennung und Wärmepumpen basieren. Letztere können mit der gleichen Menge Primärenergie die mehr als 10-fache Menge an Wärme bereitstellen.

Vergleicht man die beiden Konzepte, zeigt sich ein deutlicher Unterschied: Während bei E-Fuels große Teile der Energie bereits im Herstellungsprozess verloren gehen, nutzt die direkte Elektrifizierung den Strom viel direkter und effizienter. In konkreten Zahlen heißt das: Mit derselben Menge erneuerbarer Energie lassen sich etwa fünfmal so viele batteriebetriebene Fahrzeuge betreiben, wie solche mit E-Fuels oder eine um den Faktor 10 größere Fläche heizen.

Diese physikalisch begründeten Effizienzunterschiede beeinflussen nicht nur den Energiebedarf insgesamt, sondern auch die Nutzen- und Kostenrechnung für verschiedene Anwendungen – ein zentraler Aspekt bei der Bewertung von E-Fuels im Vergleich zu direkten Elektrifizierungslösungen.

CO₂-Bilanz und Effizienz: Warum beides zusammen gedacht werden muss

Die Bewertung von E-Fuels darf sich nicht allein auf die CO₂-Bilanz beschränken, sondern muss immer gemeinsam mit der energetischen Effizienz betrachtet werden. Zwar können E-Fuels bilanziell CO₂-neutral sein, wenn sie ausschließlich mit erneuerbarem Strom und biogenem oder aus der Luft gewonnenem CO₂ hergestellt werden. Doch genau hier zeigt sich der Zusammenhang: Je geringer der Wirkungsgrad eines Energieträgers, desto mehr erneuerbarer Strom wird benötigt, um dieselbe Energiemenge bereitzustellen – und desto höher ist der Flächen-, Infrastruktur- und Ressourcenbedarf.

Aus physikalischer Sicht bedeutet ein niedriger Gesamtwirkungsgrad, dass ein erheblicher Teil der eingesetzten Primärenergie bereits vor der eigentlichen Nutzung verloren geht. Selbst bei einer rechnerisch klimaneutralen Herstellung führt dies dazu, dass knappe erneuerbare Energie weniger effektiv genutzt wird. Eine gute CO₂-Bilanz allein sagt daher wenig darüber aus, wie sinnvoll ein Energieträger im Gesamtsystem eingesetzt ist.

Effizienz und CO₂-Bilanz sind deshalb untrennbar miteinander verbunden: Je effizienter ein Prozess, desto geringer der Energieeinsatz und desto einfacher die Dekarbonisierung. Nur wenn beide Faktoren gemeinsam betrachtet werden, lässt sich physikalisch fundiert beurteilen, welchen Beitrag E-Fuels im Energiesystem leisten können – und wo ihre Grenzen liegen.

Man muss aber auch folgenden Aspekt berücksichtigen: Energie geht während des Umwandlungsprozesses nicht verloren. Sie wird in Form von Wärmeenergie abgegeben. Und diese wieder zu verwerten, verbessert den Gesamtwirkungsgrad des Systems natürlich deutlich und sollte bei der Planung einer solchen Anlage natürlich mitberücksichtigt werden.

Fazit: Was die Physik über die Effizienz von E-Fuels für die Mobilität sagt

Aus physikalischer Sicht sind E-Fuels ein anschauliches Beispiel dafür, wie sich elektrische Energie in chemische Energie umwandeln lässt, jedoch um den Preis erheblicher Umwandlungsverluste. Entlang der Prozesskette von der Elektrolyse über die Synthese bis zur Nutzung im Verbrennungsmotor oder der Heizungsanlage geht ein Großteil der ursprünglich eingesetzten Energie verloren. Am Ende steht eine vergleichsweise geringe Gesamteffizienz, die deutlich unter der direkten Nutzung von Strom liegt.

Die Gesetze der Thermodynamik machen dabei eines klar: Diese Verluste sind nicht vermeidbar, sondern systembedingt. Jede zusätzliche Umwandlungsstufe reduziert den nutzbaren Energieanteil weiter. Genau deshalb zeigt die physikalische Betrachtung, dass E-Fuels dort kritisch zu bewerten sind, wo effiziente elektrische Alternativen verfügbar sind.

Das bedeutet aber nicht, dass sie keinen sinnvollen Platz in der Energiewende hätten. Im Gegenteil. Je weiter der Ausbau erneuerbarer Energien voranschreitet, desto mehr Überschussstrom wird im Sommer produziert, der, nachdem alle Batteriespeicher für die Kurzzeitspeicherung gefüllt sind, sich hervorragend dafür eignet, Wasserstoff und E-Fuels zu produzieren. Wie eingangs bereits erwähnt gibt es einige Bereiche, speziell in der Landwirtschaft und in der Luftfahrt, die gegenwärtig noch nicht elektrifizierbar sind. Ob sich dies irgendwann ändert, wird die Zeit zeigen. Bis dahin sind E-Fuels ein wichtiger Baustein des zukünftigen Energiemixes.

Insgesamt zeigt sich deutlich, dass E-Fuels keine Frage der technischen Machbarkeit, sondern der energetischen Zweckmäßigkeit sind. Die Physik liefert hier eine klare Bewertungsgrundlage: Je knapper erneuerbare Energie ist, desto wichtiger wird ihre möglichst direkte und effiziente Nutzung. E-Fuels können damit nur in ausgewählten Anwendungen sinnvoll sein – nicht wegen ihrer Effizienz, sondern trotz ihrer Effizienzverluste.


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