Energieaudit nach DIN EN 16247-1, was das EDL-G fordert
Wenn Sie diesen Artikel geöffnet haben, halten Sie sicherlich nach dem genauen Ablauf eines Energieaudits Ausschau. Falls Sie mehr an den Rahmenbedingungen und rechtlichen Hintergründen zu Energieaudits interessiert sind, folgen Sie bitte dem Link zu diesem Artikel.
Sie möchten also ein Energieaudit durchführen oder sind gar dazu verpflichtet. Doch wie läuft ein solches Audit eigentlich ab? Von der Vorbereitung über die Datenerfassung bis hin zur Abschlussbesprechung gibt es klare Schritte, die den Erfolg des Energieaudits sichern. In diesem Beitrag erfahren Sie Schritt für Schritt, wie ein Energieaudit mit uns abläuft, welche Anforderungen Sie beachten sollten und vor allem auch, was Sie nach dem Audit erwartet.
Vorbereitung auf das Energieaudit: Daten, Unterlagen, Ziele und das Auftaktgespräch
Eine sorgfältige Vorbereitung ist der Schlüssel für ein erfolgreiches Energieaudit nach DIN EN 16247-1. Bereits vor dem eigentlichen Starttermin sollten alle relevanten Energiedaten des Unternehmens gesammelt werden – darunter Strom-, Gas- und Wärmerechnungen, Lastprofile, Produktionsmengen sowie Informationen zu bestehenden Anlagen und Gebäuden. Auch Betriebsabläufe und Nutzungszeiten spielen eine wichtige Rolle, um den Energieverbrauch später korrekt zu analysieren.
Neben den reinen Verbrauchsdaten empfiehlt es sich, Unterlagen zu bisherigen Audits, Effizienzmaßnahmen und vorhandenen Energiemanagementprozessen bereitzuhalten. Diese Informationen helfen dem Auditor, schnell ein umfassendes Bild der Ausgangssituation zu gewinnen.
Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Definition der Ziele: Soll das Audit lediglich die gesetzlichen Vorgaben erfüllen oder auch konkrete Einsparpotenziale für die Zukunft aufzeigen? Werden einzelne Standorte separat betrachtet oder das gesamte Unternehmen? Klare Zielsetzungen sorgen dafür, dass das Energieaudit praxisrelevante Ergebnisse liefert.
Überprüfen sollten Sie auch im Vorfeld, ob Sie überhaupt auditpflichtig sind und nicht sogar der Energiemanagementpflicht entsprechen müssen.
Den offiziellen Auftakt bildet das Auftaktgespräch zwischen uns und den von Ihnen eingesetzten Ansprechpersonen. Hier werden der zeitliche Ablauf, der Grad des Audits (Genauigkeit der Analyse und der Maßnahmenberechnung) und die Erwartungen beider Seiten festgelegt. Zudem werden Zuständigkeiten geklärt und ein Zeitplan für die Datenerhebung und Vor-Ort-Begehung wird erstellt. Eine gute Vorbereitung spart Zeit, vermeidet Missverständnisse und legt den Grundstein für belastbare Ergebnisse. Für einen reibungslosen Ablauf des Audits empfiehlt es sich, dass die Ansprechperson über den Ablauf des Audits hinweg nicht wechselt.
Datenerfassung und Analyse des Energieverbrauchs
Die Datenerfassung ist das zentrale Element eines jeden Energieaudits. In dieser Phase sammeln wir sämtliche relevanten Informationen, um den aktuellen Energieverbrauch des Unternehmens präzise zu erfassen. Dazu gehören Verbrauchswerte für Strom, Gas, Wärme, Kälte und gegebenenfalls weitere Energieträger, aufgeschlüsselt nach Abteilungen, Produktionsbereichen oder Gebäuden.
Neben den reinen Zählerdaten können auch technische Informationen eine Rolle spielen: Leistungsdaten von Maschinen, Wirkungsgrade von Anlagen, Isolationszustände, Beleuchtungskonzepte und Regelungstechnik. Auch organisatorische Aspekte wie Schichtmodelle oder Betriebszeiten fließen in die Analyse ein, um Lastspitzen und Leerlaufverbräuche zu identifizieren.
Anschließend werden die gesammelten Daten mit geeigneten Analysetools ausgewertet. Ziel ist es, Verbrauchsmuster zu erkennen, Energieflüsse zu visualisieren und Einsparpotenziale zu quantifizieren. Dabei wird auch geprüft, wie effizient einzelne Anlagen im Vergleich zu aktuellen technischen Standards arbeiten. Richtig relevant wird dieser Schritt aber erst mit Abschluss der Bestandsaufnahme, wenn der Energieverbrauch einzelnen Anlagen zugeordnet wird.
Eine gründliche Analyse ermöglicht es, konkrete Maßnahmen zur Effizienzsteigerung abzuleiten – von einfachen organisatorischen Anpassungen bis hin zu Investitionen in moderne Technik. Sie bildet somit die Grundlage für fundierte Entscheidungen im weiteren Verlauf des Audits.
Weiterhin wird in diesem Bearbeitungsschritt die Energierechnung eingehend überprüft. Hintergrund ist, dass bereits dadurch Probleme mit den Lieferverträgen und Kostenstrukturen der Anbieter transparent gemacht werden können und gegebenenfalls schon direkt Anpassungen vorgenommen werden.
Wichtig ist, dass, sollten uns eklatante Probleme bei der Bearbeitung auffallen, Sie direkt von uns hören, meist mit einem konstruktiven Lösungsansatz. Hierbei sind uns schon fehlerhafte Lüftungsschaltungen, kaputte Wärmerückgewinnungsanlagen und natürlich fragwürdige Energielieferverträge untergekommen, die teils an Diebstahl grenzten.
Betriebsbegehung: Erfassung von Anlagen, Prozessen und Verbrauchern
Die Vor-Ort-Begehung ist der praktische Kern des Energieaudits. Nachdem die Verbrauchsdaten erfasst und analysiert wurden, verschafft sich einer unserer Auditoren nun direkt im Unternehmen ein Bild von der realen Betriebssituation. Ziel ist es, die theoretischen Erkenntnisse aus der Datenauswertung mit der tatsächlichen Nutzung und dem Zustand der Anlagen abzugleichen. Wichtig ist, dass unseren Auditoren eine im Betrieb erfahrene Fachkraft zur Seite gestellt wird, die mit den Anlagen vertraut ist und uns Zugang zu allen energierelevanten Betriebsstätten verschaffen kann. Sollten in diesem Zusammenhang sicherheitsrelevante Fragestellungen oder Anmerkungen aufkommen, können wir diese gerne bereits während des Vorstellungsgesprächs miteinander besprechen.
Während des Rundgangs werden Produktionsanlagen, Gebäudetechnik, Beleuchtungssysteme, Heizungs- und Kühlsysteme sowie Lüftungsanlagen genau unter die Lupe genommen. Auch Nebenbereiche wie Lager, Büroflächen oder Werkstätten werden berücksichtigt, da sie oft versteckte Effizienzpotenziale bergen.
Der Auditor achtet besonders auf:
- Technische Ineffizienzen wie veraltete Motoren, fehlende Regeltechnik oder schlechte Isolierung
- Betriebsbedingte Verluste, zum Beispiel durch Leerlaufzeiten oder unnötig lange Betriebsstunden
- Weitere Einsparpotenziale, wie beispielsweise Abwärmenutzung, Prozessoptimierung oder fehlerhafte Schalterstellungen
Gelegentlich werden Messungen vor Ort durchgeführt – etwa zur Bestimmung von Leistungsaufnahmen, Temperaturverläufen oder Druckverlusten. Diese liefern wertvolle Zusatzinformationen, um Einsparpotenziale exakt zu quantifizieren. Wir nutzen in diesem Zusammenhang hauptsächlich Infrarotbildgebung zur Identifikation von Wärmequellen/-brücken. Einen Eingriff in Ihre Produktion werden wir selbstverständlich nicht vornehmen.
Die Vor-Ort-Begehung ist außerdem eine Gelegenheit, mit den verantwortlichen Mitarbeitern zu sprechen. Deren Erfahrung und Praxiswissen helfen, realistische und wirtschaftlich umsetzbare Maßnahmen zu entwickeln.
Nach der Vor-Ort-Begehung erstellen wir ein Anlagenkataster Ihrer wichtigsten identifizierten Anlagen und weisen aufgrund von Anschlussleistungen, Betriebsdauer und anderen bekannten Betriebsgrößen einen Energieverbrauch zu. Sollten Messdaten vorhanden sein, nutzen wir selbstverständlich diese und plausibilisieren den gesamten Verbrauch.
Identifizierung von Einsparpotenzialen und Optimierungsmaßnahmen
Nachdem die Datenerfassung und die Vor-Ort-Begehung abgeschlossen sind, beginnt einer der wichtigsten Schritte des Energieaudits: die systematische Identifizierung von Einsparpotenzialen. Dabei werden die gesammelten Informationen ausgewertet, um konkrete Ansatzpunkte für Verbesserungen zu finden – von kleinen, schnell umsetzbaren Maßnahmen bis hin zu langfristigen Investitionsprojekten.
Typische Optimierungsfelder sind:
- Technische Maßnahmen wie die Modernisierung ineffizienter Motoren, Pumpen oder Beleuchtungssysteme
- Prozessoptimierungen, z. B. durch Wärmerückgewinnung, Lastmanagement oder bessere Steuerung von Anlagen
- Gebäudetechnische Verbesserungen wie Dämmung, Fenstererneuerung oder effiziente Heiz- und Kühlsysteme
- Organisatorische Maßnahmen, etwa angepasste Betriebszeiten oder Schulungen zur Energieeinsparung
Wichtig ist, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen quantifizierbar sind. Dazu werden die potenziellen Einsparungen der Energie und Energiekosten berechnet, oft ergänzt durch die CO₂-Reduktion. Gleichzeitig fließen wirtschaftliche Kriterien wie Investitionskosten, sich ändernde Wartungs- und Instandhaltungskosten oder Fördermöglichkeiten in die Bewertung ein. Die Bewertung einer Maßnahme wird dann gesetzeskonform von unseren Experten gemäß DIN 17463 durchgeführt.
Ziel dieses Schrittes ist es, eine priorisierte Liste von Maßnahmen zu erstellen, die sowohl kurzfristige „Quick Wins“ als auch langfristige Strategien berücksichtigt. So erhalten Unternehmen einen klaren Fahrplan, wie sie ihren Energieverbrauch senken und gleichzeitig ihre Betriebskosten reduzieren können.
Interessanterweise haben wir als Rückmeldung von der BAFA erhalten, dass der Tausch von Bestandsbeleuchtung zu LED-Beleuchtung immer noch die am häufigsten auftretende Maßnahme in Energieaudits ist, wie eine Analyse ihrer Datenerfassung zeigt.
Die Liste der Maßnahmen, die durch das Energieaudit zustande gekommen ist, muss dann, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, gemäß § 9 EnEfG veröffentlicht werden. Falls Sie hierzu mehr Informationen benötigen, folgen Sie bitte folgendem Link.
Bericht und Abschlussbesprechung des Energieaudits und nächste Schritte zur Energieeffizienz
Nach Abschluss der Analyse werden alle Erkenntnisse des Energieaudits in einem detaillierten Abschlussbericht zusammengeführt. Dieser Bericht enthält eine transparente Darstellung des aktuellen Energieverbrauchs, die identifizierten Einsparpotenziale, konkrete Handlungsempfehlungen zur Optimierung sowie eine wirtschaftliche Bewertung der vorgeschlagenen Maßnahmen. Sie enthalten von uns darüber hinaus das Anlagenkataster und die darin enthaltenen Aufstellungen Ihres Gesamtenergieverbrauchs.
Im Rahmen der Abschlussbesprechung wird der Bericht gemeinsam mit einem unserer Auditoren durchgegangen. Dabei können offene Fragen geklärt, Prioritäten angepasst und mögliche Umsetzungshindernisse diskutiert werden. Ziel ist es, dass alle relevanten Entscheidungsträger im Unternehmen ein klares Bild über die nächsten Schritte haben – von der kurzfristigen Umsetzung kostengünstiger Maßnahmen bis zur strategischen Planung größerer Investitionen.
Mit der Beendigung des Audits haben Sie nur noch eine wichtige Aufgabe vor sich: die Registrierung des Audits auf der Webseite der BAFA. Dabei können wir Sie natürlich gerne unterstützen.
Die eigentliche Arbeit beginnt oft erst nach dem Audit: Die Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen erfordert Planung, Budgetierung und gegebenenfalls die Einbindung externer Fachfirmen. Hier zahlt sich ein strukturiertes Vorgehen aus – idealerweise mit einem Maßnahmenplan, der Verantwortlichkeiten, Zeitrahmen und Erfolgskontrollen enthält.
Wir sehen die Energieaudits meist als guten Auftakt für die Umsetzung der daraus folgenden Maßnahmen. Da wir uns bereits in das System hineingedacht haben und die Energieflüsse verstehen, können wir Sie sehr gut bei den folgenden Aufgaben begleiten.
Nutzen Sie die Chance, Ihren Energieverbrauch und Ihre Energiekosten nachhaltig zu senken und gleichzeitig Ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Kontaktieren Sie uns jetzt, um Ihr individuelles Energieaudit zu planen und die nächsten Schritte zur Umsetzung Ihrer Einsparziele einzuleiten.
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